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Interview: Mehr Webinare und digitale Leads

Auf welche neuen virtuellen Formate Marketing-Leiterin Katja Holzer jetzt setzt und wie wichtig gute Kommunikation in der Krise ist, lesen Sie in unserer Interview-Serie.

Frau auf Hometrainer mit Laptop

Flurfunk per Videokonferenz und Homeschooling-Homeoffice-Balance: Hier erfahren Sie, wie es den SpaceNet-Mitarbeitern – von der Auszubildenden bis zum Vorstand – in den letzten Wochen ergangen ist und welche neuen Wege SpaceNet gehen wird.

Heute: Katja Holzer, Leiterin Marketing

1. Was hat sich an der Ausrichtung von Pressearbeit und Marketing seit dem Lockdown verändert?

Das Gute an der derzeitigen Situation ist: Fast alle Presse- und Marketing-Themen lassen sich auch aus der Ferne gut planen und umsetzen. Seit einiger Zeit schon standen Webinare und digitale Leadgenerierung auf unserer Agenda. Als wichtiger, aber eben nicht dringender Punkt. Jetzt hat es einen regelrechten Push gegeben. Wir haben eine ganze Reihe von Webinaren aufgesetzt und via Social Media beworben. Zuvor haben wir einiges getestet – von der Eigenlösung bis zu gekauften Webinar-Tools – und dabei viel Neues gelernt. Das war nicht nur für die Lockdown-Zeit nützlich, sondern ist es auch für die Zukunft.

Wir versuchen sehr genau die Bedürfnisse von Unternehmen in der aktuellen Zeit zu verstehen und diese mit unserer IT-Expertise über verschiedene Kanäle zu adressieren.
 

So haben wir zum Beispiel eigene Produkte wie unser Videokonferenztool entwickelt und auf den Markt gebracht. Insgesamt rückt Social Media – insbesondere über LinkedIn und XING aber auch über Facebook und Instagram – noch stärker in den Vordergrund. Wir haben die Taktung erhöht und spielen mehr Content aus. Gleichzeitig ist der Aufwand für die Reportings etwas gestiegen. Wir schauen uns genau an: Welche Themen und Formate funktionieren gut? Was funktioniert nicht?

2. Welche Rolle spielt aktuell die interne Kommunikation?

Wir informieren und kommunizieren mit unseren Mitarbeitern über alle wichtigen Entwicklungen im Unternehmen regelmäßig im Intrablog und persönlich in einer vierteljährlichen SYNC-Veranstaltung. Das sind unsere Treffen mit allen, vom Vorstand bis zu den Azubis, in denen wir uns miteinander austauschen, neue Mitarbeiter vorstellen und über aktuelle Projekte sprechen. Die Präsenzveranstaltungen sind natürlich jetzt ausgefallen, aber es gab bereits den ersten virtuellen SYNC.

Unser Vorstand und unsere Personalleiterin Simone Horra hielten alle via Blog und Video auf dem Laufenden. Außerdem gab es einen Leitfaden für das Homeoffice, denn manche Mitarbeiter hatten noch nie zuvor im Homeoffice gearbeitet. Vorstände und Personalabteilung klärten uns über die Abläufe auf und sagten uns Unterstützung zu, aber plädierten auch an das gegenseitige Verständnis untereinander. Das war richtig gut! Der Informationsbedarf zu Beginn von Corona und während der Umstellung (fast) aller Mitarbeiter auf Homeoffice war natürlich sehr hoch. Die Technik war dabei kein Problem, sondern eben die transparente Kommunikation. Die Situation erforderte viel Fingerspitzengefühl. Alle wollten wissen, wie es weitergeht und wie unser Unternehmen mit der Situation umgeht.

Die Kommunikation untereinander funktioniert super. Dabei erleichtern unser Videokonferenztool VCT und Gruppenchats unseren Austausch. Am wichtigsten war es, die Arbeitszeiten zu koordinieren, damit Service und Support jederzeit verfügbar sind. Nicht ganz das „daily business“, wenn einige nebenbei ihre Kinder unterrichten und betreuen müssen, aber die SpaceNet-Familie hat das gut gemeistert.

3. Auf welche Tools setzen Sie, um mit Ihrem Team und externen Agenturen zusammenzuarbeiten?

Das Wichtigste derzeit ist unser Videoconferencetool (VCT) und das tägliche 8.30 Uhr-Meeting zum Austausch mit dem kompletten Marketing-Team. Darüber hinaus verwenden wir für die Projektsteuerung und Planung aller PR-, Social Media- und Marketingmaßnahmen, gemeinsam mit unseren PR-Agenturen, die Projektplattform Confluence. Intern nutzen wir zusätzlich den Gruppenchatdienst Jabber.

Trotz aller digitalen Wege: Wir telefonieren auch noch!
 

4. An welchen Alternativen für Events arbeiten Sie?

Einige Workshops und die Verleihung des SpaceNet-Awards für Kurzgeschichten und Fotos werden 2020 nicht wie gewohnt stattfinden können. Die Workshops haben wir als Webinare aufgesetzt, das war erst einmal ungewohnt, aber dann auch gar nicht so anders als live. Der persönliche Kontakt bleibt dabei natürlich auf der Strecke, was gerade für uns sehr wichtig ist. Gleichzeitig kann man wesentlich schneller ein Webinar organisieren als einen Präsenzworkshop, da die Webinare auch kürzer und spritziger sind – ganz präzise Infos auf den Punkt gebracht. Ein Workshop vor Ort dauert in der Regel länger.

Wir planen gerade unsere Award-Gala als rein digitales Format. Dabei stellen sich natürlich viele Fragen: Wie können wir ein spannendes Programm liefern, wenn die nächste Ablenkung nur einen Mausklick entfernt ist?
 

Wie fesselt man online die Leute am Bildschirm?Wie schaffen wir es, eine festliche Stimmung über den Computer zu transportieren? Wir werden das Programm teilweise vorproduzieren und teilweise live im neu entstandenen SpaceNet Studio produzieren. Auf den Abend freuen wir uns, eine gehörige Portion Aufregungen ist aber durchaus auch dabei.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen „echte“ Events sind wunderbar, aber auch sehr aufwendig und kostspielig. Wer weiß, vielleicht ergeben sich aus der Situation auch Formate, die wir auch nach Corona weiter ausbauen werden.

5. Welche Vorteile hat das Arbeiten im Homeoffice und welche Nachteile?

Im Homeoffice ist ein konzentrierteres Arbeiten möglich. Das ist beispielsweise perfekt, wenn man etwas schreiben muss. Der fehlende spontane Austausch, ohne ein Meeting organisieren zu müssen, ist allerdings eine große Herausforderung. Denn gerade im Marketing leben wir viel von spontanem Feedback und Ideen.

Für den „normalen“ Arbeitsalltag sind die richtigen Kommunikations-Werkzeuge sehr wichtig. Der Austausch via Chat ist zum Beispiel manchmal mühsam und es entstehen Missverständnisse. Besser sind da schon Videokonferenzen, in denen man sich in die Augen schauen kann und es hilft natürlich, wenn man sich schon länger kennt.

6. Könnten Sie sich vorstellen bei mehr Homeoffice-Tagen zu bleiben, wenn sich die Situation wieder normalisiert?

Jein. Ich arbeite derzeit zwei Tage in der Woche im Homeoffice und kann mir so drei Tage in der Woche gut vorstellen. Mehr würde ich aber nicht so gut finden, da mir der persönliche Austausch schon sehr wichtig ist. Gerade auch zu den Kolleginnen und Kollegen in den anderen Abteilungen, die man mal in der Kaffeeküche oder zum Mittagessen trifft. Wobei ich es natürlich genieße, nicht so viel Zeit auf der Straße zu verbringen, denn Hin- und zurück bin ich locker 2 Stunden pro Tag unterwegs. Und was wirklich angenehm ist: Ich habe mehr Zeit für meine Kinder und für die Berge. Eine Aufteilung 40 Prozent im Homeoffice und 60 Prozent im Büro kann ich mir gut vorstellen. Die gesunde Mischung macht´s.

7. Was vermissen Sie am meisten, seitdem Sie im Homeoffice sind?

Wenn es wegfällt, merkt man erst einmal wie schön die spontanen Zwischendurch-Austausch-Treffen mit Kollegen und die gemeinsam verbrachten Mittagspausen sind. Und natürlich nicht zu vergessen: die Bürokekse, das Obst und der Kaffee. Der ist im Büro einfach besser ;).

 

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