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Anekdoten zum Internet und wie war es vor 20 Jahren.


Hallo, ist da das Internet?


Da war da noch der Anrufer, der sich 1994 erkundigte, ob wir

die deutsche Vertretung der Firma „Internet“ seien.


Die korrekte Antwort hätte ihm weniger gebracht als unsere Antwort:

„Ja, wenn Sie so wollen.“

14
Sep

SpaceNet erhält IPv6 Adressraum

München, 14. September 1999 - Die SpaceNet GmbH, München hat schon im August, als erster Internetprovider in Deutschland, offiziell einen IPv6-Adressraum von RIPE (Reseaux IP Europeen) erhalten.

 

IPv6 wird in den kommenden Jahren das derzeit weltweit eingesetzte Internet-Protocol Version 4 (IPv4), das durch die Verknappung des Adressraumes und die begrenzte Funktionalität an seine Grenzen stößt, weitgehend ersetzen.

Die Probleme wurden von der Internet Engineering Taskforce (IETF) schon vor vielen Jahren erkannt und ein Team von Experten begann das Projekt „Internet Protocol next generation“. Die Entwicklung eines Internet-Standards der nächsten Generation berücksichtigte neben den ständig wachsenden Teilnehmerzahlen selbstverständlich auch neue und zukünftige Anforderungen multimedialer Dienste und Anwendungen des Internet.

„Für die heutigen Möglichkeiten, die das Internet bietet, ist IPv4 gerade noch ausreichend“, meint Sebastian v. Bomhard, Geschäftsführer der SpaceNet GmbH. „Doch für zukünftige Entwicklungen des weltweiten Datennetzes ist IPv6, mit seinen neuen Funktionen und dem flexibleren Paketformat, unverzichtbar.“

 

Eine der wichtigsten Neuerungen bei IPv6 ist die Erweiterung der Adresslänge von 32 Bit auf 128 Bit. Dadurch erhöht sich die Zahl der verfügbaren IP-Nummern um ein vielfaches. Berechnungen besagen, daß jedem Quadratmeter der Erde 1.500 IP-Adressen zugewiesen werden könnten. Flexible und klar strukturierte Headerkonfigurationen eröffnen neue Anwendungsfelder und sorgen für bessere Performance.

Die problemlose Erweiterbarkeit der Header ermöglicht neue - heute noch gar nicht vorhersehbare - Weiterentwicklungen des Internet. Mit „Sicherheitskapselung“, bei der das gesamte Datenpaket verschlüsselt wird, und einer Authentifizierungsoption wurden auch im Bereich Sicherheit neue Standards gesetzt. Das im Standard schon festgeschriebene Feature der Autokonfiguration wird den - durch die wesentlich längeren 128 Bit-Adressen verursachten - höheren Administrationsaufwand in Grenzen halten und Routineaufgaben erleichtern.

 

„Die Einführung von IPv6 wird zwar nicht innerhalb der nächsten Monate erfolgen - vorher gibt es noch einige grundlegende Probleme zu lösen“, sagt v. Bomhard. „Mit der schon sehr früzeitig erfolgten Zuteilung des neuen Adressraumes durch RIPE ist SpaceNet aber bestens gerüstet, seinen Kunden auch die neuen Möglichkeiten auf Basis dieses Standards zu ermöglichen, sobald er IPv4 ersetzt, bzw. ergänzt.“