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In Japan heißen sie Otaku, in Finnland Nörtti und in Deutschland hießen sie in den 80er Jahren Computerfreaks, wobei letzteres abwertend gemeint waren. Heute werden sie „Nerds“ genannt und dieser Begriff ist in Computerkreisen ein echtes Kompliment. „Nerdpride“, der Stolz ein Nerd zu sein, verbreitet sich auf der ganzen Welt.

Aus dem Buch „World Wide Was? Anekdoten und Skurrilitäten aus der Pionierzeit des deutschen Internet“, Seite 58

Tim Berners-Lee: der Erfinder des World Wide Web

Im Gegensatz zu Bill Gates und Steve Jobs hatte Sir Timothy John Berners-Lee wenig Interesse daran, seine bahnbrechenden Ideen zu vermarkten. Sein Hauptaugenmerk lag vielmehr darauf, plattformübergreifende Standards im Netz zu gewährleisten.

1994 gründete er deshalb das World Wide Web Consortium (W3C). Zuvor erfand er mit der Seitenbeschreibungssprache HTML (Hypertext Markup Language) eine der Grundlagen für das Netz der Netze.

2001 publizierte Berners-Lee erstmals seine Idee vom Semantic Web. Seine Vision ist ein Netz, das unsere Alltagssprache versteht. Das Semantic Web bzw. Web 3.0 soll als eine Erweiterung des herkömmlichen Webs fungieren, in der Informationen mit eindeutigen Bedeutungen versehen werden, um die Arbeit zwischen Mensch und Maschine zu erleichtern. 2004 wurde der Erfinder des WWW von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. 

Berners-Lee ist Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und fördert als Direktor des World-Wide-Web-Consortiums (W3C) den Einsatz standardisierter Technologien im Internet.