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In Japan heißen sie Otaku, in Finnland Nörtti und in Deutschland hießen sie in den 80er Jahren Computerfreaks, wobei letzteres abwertend gemeint waren. Heute werden sie „Nerds“ genannt und dieser Begriff ist in Computerkreisen ein echtes Kompliment. „Nerdpride“, der Stolz ein Nerd zu sein, verbreitet sich auf der ganzen Welt.

Aus dem Buch „World Wide Was? Anekdoten und Skurrilitäten aus der Pionierzeit des deutschen Internet“, Seite 58

Donald Watts Davies

Der englische Physiker Donald Watts Davies (1924-2000) entwickelte das Verfahren, Daten paketweise in einem dezentralen Netz zu verschicken. Die gleiche Idee hatte zur gleichen Zeit (1965) zwar auch der Amerikaner Paul Baran, doch die große Leistung von Davies bestand darin, neben der Methode des packet switching auch das erste dezentrale Datennetz zu entwickeln, in dem der Versand von Datenblöcken tatsächlich sehr effizient funktionierte.

Die Datenpakete suchten sich innerhalb der von Davis konzipierten dezentralen Netzstruktur selbständig ihren Weg zum Ziel, wo sie wieder zu einer kompletten Information zusammengesetzt wurden. Auf diese Weise ließ und lässt sich bis heute verhindern, dass es zu Staus bei der digitalen Übertragung von Daten kommt.

Durch ein intelligentes Routing-Protokoll lässt sich die Datenübertragung in einem dezentralen Netzwerk so organisieren, dass jeder Netzwerk-Knoten die bei ihm ankommenden Pakete auf dem kürzesten Weg weitergibt, beim Ausfall der kürzesten Strecke jedoch auch ein alternativer Weg möglich ist. Das Internet ist von seiner grundsätzlichen Struktur her dezentral. Zahlreiche Netzwerke innerhalb des Internet sind zudem linear, ringförmig, sternförmig oder hierarchisch angelegt.