Auslaufmodell IPv4: über 90 Prozent der Adressen sind verbraucht
München, 3. Februar 2010. Das galoppierende Wachstum des Internets hatte niemand vorausgesehen. Jetzt ist es laut einem aktuellen PC-Welt-Bericht soweit: die NRO (Number Resource Organization), Koordinationsstelle der fünf regionalen Internet Registries, hat bekannt gegeben, dass aktuell nur noch weniger als 10 Prozent aller IPv4-Adressen zur Verfügung.

In nicht mal zwei Jahren, so schätzt IPv4 Exhaustion Counter ist der Vorrat an freien IPv4-Adressen erschöpft und dann wird es ernst.
Höchste Zeit, dass Wirtschaft und Regierungen die Umsetzung des Nachfolgestandards IPv6 aktiver angehen. IPv6 vergrößert ja nicht nur der Adressraum auf rund 340 Sextillionen (!) Adressen, sondern es verbessert den Protokollrahmen, ermöglicht eine automatische Konfiguration von IPv6-Adressen, sorgt für mehr Sicherheit durch die Implementierung von IPsec und mehr. Trotz der absehbaren Adressknappheit gibt es nach Meinung der NRO immer noch zu wenig Aktivität, was den Umstieg auf IPv6 angeht – aus Bequemlichkeit meist.
Doch es gibt auch einige, die in Sachen IPv6 bereits mit gutem Beispiel voran gehen. Wie zum Beispiel das Bundesministerium des Inneren, welches mit der Weitervergabe von IPv6-Adressen alle Ebenen der deutschen öffentlichen Verwaltung umstellen will. Unterstützt wurde das BMI von SpaceNet.
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