EASi Engineering GmbH optimiert Vernetzung
Jedes Unternehmen hat den Wunsch, seine Kommunikation und seinen Datentransfer zwischen den einzelnen Niederlassungen so sicher wie möglich durchzuführen. Viele suchen daher Alternativen zum öffentlichen Internet und zur klassischen E-Mail. Eine sichere und attraktive Möglichkeit besteht im Virtual Private Network (VPN). Hierbei erfolgt mittels Standleitung oder nach Einwahl ins Internet der Aufbau einer vom öffentlichen Netz getrennten, virtuellen Verbindung, durch die entsprechende Datenpakete verschlüsselt versendet werden - es entsteht ein abhörsicherer Datenstrom durch das Internet bis hinein ins Unternehmensnetz. Ein weiterer Vorteil: Gegenüber herkömmlichen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen reduzieren sich die Kosten.
So entscheidet sich auch die EASi Engineering GmbH aus Alzenau für ein VPN. Das Unternehmen berät die europäische Automobil-Industrie in allen Fragen der computergestützen Konstruktion und bietet entsprechende Software-Produkte und -Lösungen an. Derzeit beschäftigt es insgesamt 40 Mitarbeiter an den vier Standorten Alzenau, München, Köln und Barcelona sowie im in- und ausländischen Außendienst.
EASi starten den Aufbau eines VPN 1998 mit der Eröffnung ihrer ersten Niederlassung in München: Vom Hauptsitz Alzenau zur Niederlassung errichten sie eine verschlüsselte Leitung mittels eines ISDN-Routers. 2001 folgt dann eine neue Dependance in Barcelona und 2002 eine in Köln. Beide erhalten ebenfalls eine ISDN-Leitung. Mobile Mitarbeiter beschäftigt EASi seit anderthalb Jahren. Die einzelnen Angestellten verfügen an ihren Arbeitsplätzen nicht über einen permanenten Internetzugangm, zudem existiert zwischen allen Standorten noch keine Vernetzung. Überall findet die Einwahl auf Anforderung der Mitarbeiter statt. Darüber hinaus wird Dial-on-Demand praktiziert. Die Außendienstmitarbeiter arbeiten mit eigenen, externen Lösungen. Aus dieser Ausgangssituation heraus begibt sich das Unternehmen Anfang diesen Jahres auf die Suche nach einer optimierten Vernetzungsmöglichkeit.
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Erwartungen
Folgende Anforderungen stellen Rainer Hoffmann, Geschäftsführer bei der EASi GmbH, und Lutz Michaelsen, Technischer Manager, an ihr neues VPN: Jeder Arbeitsplatz sollte über einen eigenen Internetzugang mit E-Mail-Adresse verfügen, alle Standorte und mobilen Mitarbeiter, auch die ausländischen, müssen angebunden und integriert sein, die Handhabung und Pflege darf keine komplizierten Vorgänge enthalten. Eine zukünftige Erweiterbarkeit bezüglich Bandbreite und Sicherheit gilt weiterhin als Voraussetzung. Ebenfalls soll der bestehende Internetauftritt des Unternehmens beim zukünftigen Provider gehostet werden. Darüber hinaus sollen die Einrichtungskosten und laufenden Kosten gering und überschaubar bleiben.
Nach Sichtung angeforderter Angebote fiel die Wahl auf den Münchner Full Service Internet Provider SpaceNet, mit dem EASi bereits seit der Jahrtausendwende zusammenarbeitet. Ausschlaggebend waren das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die schnelle Angebotserstellung für eine neue Lösung. Das Unternehmen bedient seit 1993 mittelständische Unternehmen mit Komplettlösungen. Breitbandige Internetzugänge, VPN, Hosting und Shopsysteme zählen genauso zum Angebot wie Streaming- und Multicasting-Technologien sowie Gestaltung von Internetpräsenzen. Eine unabhängige Infrastruktur mit Schnittstellen zu wichtigen Knotenpunkten in Europa und Übersee ermöglicht hohe und störungsfreie Übertragungsraten. Die Server im eigenen Rechenzentrum gewährleisten gleichbleibende Qualität.
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Lösung
SpaceNet und EASi entscheiden sich für eine ganz neue Infrastruktur. Auf die Übernahme bestehender Elemente verzichten sie bewusst: Die vorhandenen ISDN-Verbindungen an den Standorten verfügen über zu geringe Downloadraten - es entstehen lange Ladezeiten und entsprechend unnötige Kosten für die Verbindung. Statt dessen erhält die Zentrale in Alzenau eine 2 Mbit/s-Standleitung, das Münchner Büro eine DSL-Leitung mit 2,0 Mbit/s downstream und 0,2 Mbit/s upstream und die Kölner Niederlassung zunächst eine ISDN-Wählverbindung mit 128 kbit/s - eine Umwandlung in 2,0/0,2 Mbit/s steht in Kürze an. Barcelona bekommt eine Anbindung mit 10 Mbit/s über die ortsansässige Barcelona Universita Politecnica di Catalunya. Jeder Außendienstmitarbeiter erhält einen in das VPN vollständig integrierten Internet-Dialup-Zugang. Für eventuelle Ausfälle der Standleitungen wird ein Wählbackup mit dem CISCO-Router 801 integriert. So gewährleistet SpaceNet eine hohe Verfügbarkeit der Verbindungen. Die jeweiligen Bandbreiten wählen die Netzwerkspezialisten aufgrund der zu erwartenden Transfermenge und unter der Prämisse, das Firmennetz so effizient, die Verbindungskosten aber so gering wie möglich zu halten. Als weitere Router fungieren die CISCO-Modelle 1400, 1720 und 2620 mit Modulen zur Verschlüsselung.
Im Anschluß an Standortanbindung richten die Techniker für ihre Kollegen Zugänge ein. Theoretisch hätte jetzt jeder Zugriff auf alle Unternehmensinformationen - eine in der Praxis unübliche Handhabung im Umgang mit Unternehmensdaten. Unterschiedliche Berufsgruppen benötigen vielmehr Zugriff auf verschiedene Informationen, einige sind ausschließlich der Managementebene und bestimmten Abteilungen vorbehalten. Daher errichtet EASi Eingrenzungsmöglichkeiten in Form von Benutzergruppen. Für die Verwaltung der Benutzer verwendet es ein vom Provider SpaceNet selbstentwickeltes User Access Management System (UAMS). Durch Passwort und Benutzernamen haben berechtigte Personen Zugriff auf von EASi festgelegte und autorisierte Bereiche. So können beispielsweise bestimmte Verzeichnisse oder Dateien nur einem eingeschränkten Benutzerkreis zur Verfügung gestellt werden. Die komplette Verwaltung wie Anlegen und Löschen von Benutzern, Vergabe der Rechte, Schutz von Verzeichnissen, Auflistung der eingerichteten User und weiteres erfolgt über ein intuitiv zu bedienendes Web-Interface. Auf einem virtuellen Webserver hostet SpaceNet den bereits bestehenden Internetauftritt www.easi.de. Kosten für Hardware und Software entstehen somit nicht, auch Wartungskosten entfallen.
Datentransfer
Nach vollständiger Implementierung des Systems erfolgt der Datentransfer über das Backbone der SpaceNet AG. Es findet der Aufbau eines IPSec-Tunnels statt. Durch diese vom öffentlichen Netz getrennte, virtuelle Verbindung werden sämtliche Datenpakete verschlüsselt gemäß 3DES versendet. Die Firewall-Router an jedem Standort stellen sicher, dass nur Pakete aus den VPN-Standorten und erwünschte Pakete aus dem Internet in das interne Netz gelangen können.
Bei Unterbrechung einer Standleitung werden automatisch zusätzliche Dial-Backups aktiviert und gewährleisten dadurch durchgehende Verfügbarkeit. Gleichzeitig setzt die Lösung beim Network Management Center der SpaceNet AG eine Störungsmeldung ab. Rund um die Uhr trifft der Provider die erforderlichen Maßnahmen zur schnellen Wiederherstellung der Standleitung.
Seit der erfolgreichen Einrichtung des VPN kommunizieren die EASi-Mitarbeiter innerhalb ihres Netzwerkes miteinander. Vor allem aus der standortübergreifenden Projektarbeit ergibt sich ein Mehrwert: Dateien, insbesondere Streaming Media, werden jetzt effektiv zwischen den Mitarbeitern ausgetauscht. Auch Videokonferenzen finden reibungslos statt. Als weiteren wichtigen Vorteil sehen die Alzenauer die flexible Struktur. Das gesamte System kann jederzeit individuell erweitert werden. Ein wichtiger Aspekt, da erneut Wachstum bevorsteht.
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